Herkunft mit Verantwortung.

Großartiger Kaffee beginnt dort, wo die Bohne wächst: bei den Menschen, die sie anbauen, und an Orten, die jedem Kaffee seinen eigenen Charakter geben. Deshalb schauen wir bei der Auswahl zweimal hin – auf die Qualität in der Tasse und auf das, was wir über Herkunft, Handel und Bedingungen vor Ort erfahren können.

Nicht jede Antwort ist einfach. Aber jede Bohne ist es wert, die richtigen Fragen zu stellen.

Unsere Werte und die Realität in den Anbauländern.

Kaffee mit Haltung bedeutet für uns: genau hinsehen.

Wie schmeckt der Kaffee? Woher kommt er? Wer steht hinter ihm? Und wie ist die Situation für LGBTQ+-Menschen in seinem Herkunftsland?

Diese Fragen entscheiden mit, welche Bohnen den Weg zu WOKE.UP finden.

Wir wählen nicht nur Länder – wir wählen Werte.

Ein Land als Ganzes sagt oft wenig über die Bedingungen in einzelnen Anbaugebieten aus. Unsere Entscheidung basiert nicht nur auf Grenzen, sondern auf den Prinzipien der Produzent:innen, mit denen wir arbeiten.

Herkunft ist mehr als ein Punkt auf der Landkarte.

Bei der Auswahl zählt für uns zuerst, was in der Tasse landet. Gleichzeitig schauen wir darauf, wie LGBTQ+-Menschen im Herkunftsland rechtlich behandelt werden. Dafür orientieren wir uns an ILGA World und den Informationen des Auswärtigen Amts.

Wir können nicht jede einzelne Farm selbst überprüfen. Aber wir können bewusst entscheiden, welche Herkunftsländer zu unserer Haltung passen. Und genau das tun wir.

Mindestkriterium: Keine Kriminalisierung der sexuellen Orientierung.

Unsere Werte lassen sich nicht auf einen einzelnen Indikator reduzieren.

Für unsere Einkaufsentscheidungen ziehen wir dennoch eine klare Mindestgrenze: Wir nehmen derzeit keine neuen Kaffees aus Ländern auf, in denen einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen strafrechtlich verfolgt werden.

Uns ist bewusst, dass Menschen auch dort Diskriminierung erfahren können, wo diese Beziehungen legal sind. Unsere Haltung endet deshalb nicht an dieser Grenze – sie beginnt dort.

Dass wir Kaffee aus Nicaragua beziehen, bedeutet nicht, dass wir die Situation im Land uneingeschränkt positiv bewerten.

Nach unserer aktuellen Prüfung werden einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen dort nicht strafrechtlich verfolgt. Gleichzeitig bestehen weiterhin erhebliche Defizite beim Schutz von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität.

Unsere Auswahl beruht deshalb auf einer klar definierten Mindestanforderung – nicht auf der Annahme, dass bereits vollständige Gleichberechtigung erreicht ist.

Eine schwierige Entscheidung – und warum wir sie treffen.


Wir stehen hinter der gesamten LGBTQ+-Community, also auch hinter trans und nicht-binären Menschen. Dass ihre Rechte in einigen unserer Anbauländer nicht vollständig anerkannt werden, ist für uns ein Problem.

Wir beurteilen keinen Kaffee nur nach seiner Landesgrenze.

Ein Herkunftsland ist komplex – und eine Kaffeefarm ist nicht seine Regierung. Deshalb schauen wir auf die öffentlich bekannte Situation im Land, ohne daraus automatisch auf jede einzelne Farm zu schließen.

Wo wir Menschen vor Ort persönlich kennengelernt haben, erzählen wir von diesen Begegnungen. Als persönliche Erfahrung – ehrlich und ohne daraus ein Gütesiegel zu machen.

Keine Kompromisse bei unseren Grundwerten.

Menschenrechtslagen sind nicht statisch. Deshalb überprüfen wir unsere Einschätzungen, wenn neue oder belastbare Informationen vorliegen, und passen unsere Entscheidungen bei Bedarf an.

Kaffee aus einem Land zu beziehen, bedeutet für uns nicht, dessen gesamte Politik zu unterstützen – sondern gezielt diejenigen zu fördern, die sich für eine gerechtere Zukunft einsetzen.

Unsere Mission bleibt klar.

Jede Bohne ist eine Entscheidung.

Qualität allein reicht uns nicht. Deshalb beziehen wir unsere Kaffees bewusst und nach klar definierten Kriterien.

Dazu gehört unsere Mindestanforderung, keine neuen Kaffees aus Ländern aufzunehmen, in denen einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen strafrechtlich verfolgt werden. Gleichzeitig wissen wir, dass Verantwortung weit darüber hinausgeht.

Perfekt ist diese Welt nicht. Unsere Entscheidungen sollen trotzdem einen Unterschied machen.

Herkunftsländer.

Wir arbeiten nur mit Farmen und Kooperativen zusammen, die unsere Werte teilen und hochwertigen Spezialitätenkaffee produzieren. Doch Kaffee ist mehr als ein Ursprung. Jede Bohne erzählt eine Geschichte – von Klima, Boden und den Menschen, die sie mit Leidenschaft anbauen. Und wir sorgen mit schonender Röstung dafür, dass du diese Geschichte in jeder Tasse schmeckst.

Weitere Ursprungsländer.

Unsere Reise zu den besten Kaffees der Welt ist nicht abgeschlossen. Wir sind stetig auf der Suche nach neuen Farmen und Kooperativen, die unseren Werten entsprechen. Unsere Auswahl berücksichtigt neben der Qualität auch menschenrechtliche Aspekte sowie weitere Kriterien, die wir für unsere Einkaufsentscheidungen heranziehen.

Unsere Landkarte wird wachsen. Aber nicht um jeden Preis.

Wenn ein neues Ursprungsland dazukommt, erzählen wir dir, warum: mit Geschmack, Region und unserer Einordnung der dortigen LGBTQ+-Rechtslage. Denn gute Geschichten beginnen für uns mit ehrlichen Fakten.

Kaffee erzählt Geschichten. Vom Anbau bis zur Röstung - die Reise ist lang. Aber sie ist es wert.

— Renate

Kolumbien hautnah – unsere Bohnenreise in Bildern.

Mit Wanderschuhen im roten Vulkanboden, dem Duft frisch gepflückter Kirschen in der Nase und Gesprächen bis spät in die Nacht: In den Bergen Kolumbiens haben wir nicht nur eine Plantage besichtigt, sondern auch Farmer:innen getroffen, die uns alles über Anbau, Ernte und die sozialen Realitäten vor Ort verraten haben. Die Fotos zeigen, wo unsere Bohnen wurzeln – Hinter jedem Kaffee stehen Menschen, Regionen und Geschichten. Komm mit auf unsere Reise vom Ursprung bis zur Rösttrommel!